Obsidian Glossar – wichtige Begriffe auf einen Blick

Der Titel "Obsidian Glossar" ist neben einem stilisierten Bild eines Obsidians zu sehen.

Seit einigen Jahren begleitet mich ein Programm durch meine Notiz-Reise: Obsidian. Hier erkläre ich alle Begriffe, die dir begegnen können, wenn du dich mit Obsidian beschäftigst.

neuester Eintrag: Markdown vom 2026-08-09

Markdown (.md)

hinzugefügt am: 2026-08-09

oder auch: eine Auszeichnungssprache – also Formatierung, die du mittippst statt anzuklicken.

Markdown ist das Format, in dem deine Notizen in bzw. durch Obsidian gespeichert werden. Daher auch die Dateiendung .md. Anders als in Word und anderen Programmen zur Textverarbeitung gibt es keine Menüleiste, über die du Text formatierst: Du schreibst die Formatierung direkt mit.

  • # Überschrift 1, ## Überschrift 2 und so weiter für die Struktur
  • - oder * für Aufzählungen
  • **fett** und _kursiv_ für Hervorhebungen
  • - [ ] für Aufgaben zum Abhaken

Obsidian zeigt dir schon beim Tippen, wie das Ergebnis aussieht. Das Entscheidende passiert aber darunter: Gespeichert wird genau das, was du siehst, samt Sternchen und Rauten. Öffnest du die Datei irgendwann in einem simplen Texteditor, steht dort kein Zeichensalat, sondern dein Text mit ein paar Sonderzeichen drin. Lesbar, ohne dass du erst ein bestimmtes Programm installieren musst.

Damit steht und fällt das Versprechen aus dem Abschnitt Vault: Deine Notizen bleiben dir erhalten, auch wenn Obsidian eines Tages nicht mehr dein Werkzeug ist.

Denn Markdown ist keine Erfindung von Obsidian, es ist deutlich älter. Und du bist diesem Format mit hoher Wahrscheinlichkeit längst begegnet, ohne es zu wissen: ChatGPT, Claude und Co. antworten dir in Markdown, Notion und Discord verstehen es, in vielen Foren funktioniert es auch. Obsidian ist einfach ein Programm, das Markdown komfortabel anzeigt und bearbeitet.

Eine Einschränkung gehört dazu: Obsidian kann etwas mehr als Standard-Markdown. Die doppelten eckigen Klammern für interne Verlinkungen ([[Notiz]]) und ein paar andere Kniffe sind Obsidian-Erweiterungen. In einem anderen Programm liest du dann eben [[Notiz]] als Text. Deine Inhalte sind trotzdem alle da, nur der Klick funktioniert woanders nicht.

Und keine Sorge, auswendig lernen musst du nichts. Die vier Zeilen oben decken den Alltag ab, den Rest holst du dir bei Bedarf. Wenn du lieber Knöpfe drückst, findest du einige Formatierungen im Rechtsklick-Menü, und mit Community-Plugins wie Editing Toolbar bekommst du eine Formatierungsleiste wie du es aus anderen Programmen gewohnt bist.

Zum Nachschlagen: das deutschsprachige Markdown-Cheat-Sheet von heise als PDF zum Ausdrucken, oder ausführlich in der Obsidian-Hilfe.

Vault

hinzugefügt am: 2026-08-02

oder auch: Tresor – dein Notizbuch in Obsidian.

Ein Vault ist ein ganz normaler Ordner auf deiner Festplatte, mehr nicht. Du zeigst Obsidian beim ersten Start darauf (oder erstellst einen neuen), und ab da ist dieser Ordner deine Notizsammlung: Alles, was du in Obsidian siehst – Notizen, Ordner, Bilder, PDFs – liegt dort als Datei.

Das heißt auch: Es gibt keine Datenbank und kein unlesbares Dateiformat in das deine Notizen verschwinden. Du kannst den Ordner im Explorer bzw. Finder öffnen und siehst deine Notizen als .md-Dateien, die sich mit jedem Texteditor oder anderer Notiz-Software wie Helixnotes öffnen lassen. Denn .md-Dateien gehören nicht zu Obsidian, sondern Obsidian ist eine Möglichkeit, diese anzeigen zu lassen.

Eine Sache liegt zusätzlich dort: ein versteckter Ordner .obsidian. Da wohnen deine Einstellungen, Erweiterungen und dein Design, also alles, was diesen Ordner von einem beliebigen anderen Ordner unterscheidet. Das lässt sich natürlich auch über verschiedene Geräte synchron halten: Entweder mit Obsidian Sync (dem kostenpflichtigen Dienst der Entwickler) oder mit dem Cloud-Service, den du eh schon nutzt. Du bist also nicht an einen Rechner gefesselt. Welcher Weg für dich der richtige ist, hängt vor allem von den Geräten ab, die du nutzt und ob du Lösungen gern selbst umsetzt.

Du kannst übrigens auch mehrere Vaults haben, zum Beispiel einen fürs Berufliche und einen fürs Private. Meine Empfehlung für den Anfang: einer reicht. Aufteilen kannst du später immer noch.

Wie du einen Vault anlegst und wie es dann weitergeht, steht Schritt für Schritt in der Obsidian-Hilfe (inzwischen auch auf Deutsch).

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